Ich übernehme hier mal einen Beitrag von einer Hundebesitzerin aus einer Diskussionsgruppe, da ich ihn für sehr wichtig halte:
vor allem: Das ist in DIESEM September passiert: Zeit des Postings: 05.09.09, 13:16
Wem das R.A.D. nicht bekannt ist, bzw war:
Das Regeling Aggressive Dieren behandelt sogenannte "Pittbull artige Hunde" Bis zum 09.06.2008 war es in Holland aktiv. Es besagte, das jeder Hund, der einer schwarz-weiß Zeichnung eines "pittbullartigen" Hundes ähnelte OHNE, dass der Hund auffällig geworden war, seinem Besitzer weg genommen und in eine Tierheim unbekannten Ortes überführt wurde. Der/die Besiter/in bekam keine Auskunft über den Aufenthaltortes oder den (Gesundheits-)Zustand des Hundes, bis dann die Rechnung über die "Entsorgung" des "gefährlichen" Hundes bekam. dabei war es egal, ob man Holländer/in, Tourist/in oder Durchreisende/r war. Das Schicksal schlug bei jedem "pittbullartigen" Hund zu, der den Behörden unter die Augen kam.
Wir machen gerne Urlaub in Holland und wir haben eine Pitbull-Steffordshire Hündin, die genau in dieses Bild passt. Nachdem wir Kenntnis vom R.A.D. bekamen, war Urlaub in Holland natürlich gestorben. Nun ist letztes Jahr das R.A.D. gekippt worden. Wir waren natülich weiterhin unsicher und haben deshalb die holländische Botschaft angerufen, um uns über die Rechtsgrundlage schlau zu machen. Zum Glück bestand ich auf eine schriftliche Äußerung, die besagte, dass diese Hunde an der Leine geführt werden dürfen und nur, wenn sie auffällig gegenüber anderen Hunden oder Menschen wurden, beschlagnahmt werden dürfen. Da unsere Hündin Freund mit jedem Hund und Menschen ist (vor allem, wenn sie von diesem ausgiebig gestreichelt wird *grins*) fuhren wir also wieder nach Holland. Und alles lief gut, bis auf diese Woche - wir kamen gestern wieder. Nur um den Schreck vorweg zu nehmen: Wir kamen mit unserer Hündin wieder. Und dennoch: Man wollte sie uns weg nehmen. Wir sind spazieren gegangen, natürlich ordnungsgemäß beide Hunde an der Leine, auch wenn der andere nicht unter diese Regelung fiel. Ein Ordnungshüter kam auf uns zu und sofort lechzten unsere beiden nach Streicheleinheiten und begrüßten den unfreundlichen Herren mit Schwanz wedeln. Auf Befehl hin, machten sie ordnungsgemäß "Sitz" und dann kam der SChrecken: Der Polizist wollte, dass wir unsere Hündin aushändigen. Da ich sehr emotional bin, war mein erster Impuls: weg laufen, die Hündin in Sicherheit bringen. Doch ich schaffte es, stehen zu bleiben. Da mein Mann des englischen nicht mächtig, schickte ich ihn zum wohnwagen, der zum Glück nur einige Minuten weit entfernt war, um das Schrifstück zu holen. Das waren sehr kritische Minuten, in denen mir unter anderem eine Waffe vorgehalten wurde. Ein sehr erschreckender Anblick übrigens, der mir immer noch in den Gliedern sitzt. Er redete auf mich ein, dass er unsere treue Elly mitnehmen wolle und ich weigerte mich selbstverständlich standhaft, in der Sicherheit des papieres. Wohl um seine Forderung zu untermauern löste er erst seine Dienstwaffe um sie dann zu ziehen, bis mein Mann endlich wieder kam (Nach Stunden, wie es
schien) Mein Mann beschrieb mir folgendes Bild, als er kam: Ich war zur Salzsäule erstarrt und stammelte wohl "Nein, nein" Elly - die als schwerhöriger Hund meine Emotionen wohl stärker wahr nimmt - zuckte beständig mit den Lefzen, was dem Herren Polizist wohl dazu veranlasste, Entfernung zwischen uns zu bringen. (Meiner Meinung nach wahr seine Waffe nur 2 cm von mir entfernt...) Zum Glück ist mein Mann das gute Gegenstück zu mir, was ihn veranlasst hatte, ganz rational die Polizei und die Botschaft anzurufen.
Als er zurück war, kümmerte er sich recht wenig um den Herren in Blau, sondern nahm mich in den Arm und sagte, dass alles geregelt wäre und ich keine Angst mehr haben brauchte. Allerdings weigerte ich mich immer noch, mich zu bewegen, als die polizeiliche Verstärkung eintrat.
ich weiß nicht warum, aber der Albtraum war dann irgendwann zu Ende. Es gab wohl noch ein telefonisches Gespräch mit der Botschaft und eine kleine Diskussion mit den Herren Polizisten, die netterweise einen Dolmetscher mitgebracht hatten, so dass mein Mann sich verständlich machen konnte. Alles war wohl ein Missverständnis.
Für uns wird das der letzte Besuch in Holland gewesen sein und ich kann nur allen mit "pittbullartigen" Hunden raten, mit ihrem Hunden keinen Schritt in holländisches Territorium zu setzen. Wer weiß, wie lange sonst der Hund aufgrund eines "Missverständnisses" noch leben wird.